Übergewicht bei der Katze

20. Januar 2020 von Andrea Meyer

Weltweit leiden mehr als 60% der Katzen an Übergewicht und Fettleibigkeit. Erfahren Sie mehr über die Gründe sowie Folgen und wie Ihre Katze zum Idealgewicht zurückfindet.

Die Gründe von Übergewicht sind vielfältig

  • Zu viel oder das falsche Futter
  • Kastration
  • Wohnungskatzen (zu wenig Bewegung)
  • Psychosoziale Faktoren
  • Gewisse Medikamente wie Cortison, gewisse Antiepileptika

Zu viel oder das falsche Futter: Oft lesen Katzenbesitzer die Fütterungsempfehlung nicht und geben der Katze einfach so viel sie fressen möchte. Katzen können auch «lautstark» kundtun, wenn sie noch ein Leckerli möchten, und oft gibt der Besitzer nach. Zuviel Futter und zu viele Leckerlis tragen oft zum Übergewicht bei. Viele Futter enthalten auch unnötige Zuckerzusätze die zusätzlich und unbewusst zum Kampfgewicht beitragen.

Kastration: Durch die Kastration sinkt der Grundumsatz an Energie. Kastrierte Kater beispielsweise verkleinern ihr Revier und gehen meist nicht mehr auf tagelange und kilometerweite Suchen nach rolligen Kätzinnen.

Wohnungskatzen: Das Angebot an Umweltreizen und Unterhaltung für die Katze ist durch die Haltung in einer Wohnung oftmals stark eingeschränkt. Junge Katzen rennen, klettern und bewegen sich gerne und ausgiebig. Doch je älter die Katzen werden, desto weniger Antrieb haben sie, sich von sich aus zu bewegen. Sie schlafen viel und fressen ist oft die einzige Beschäftigung, besonders wenn die Menschen viel auswärts sind.

Psychosoziale Faktoren: Katzen werden wie Hunde oft mit Futter verwöhnt. Ein guter Appetit des Stubentigers wird mit Gesundheit gleichgesetzt. Dies stimmt so aber nur bedingt. Es gibt wohl Katzen, die nehmen sich nur so viel Futter wie sie brauchen. Andere hingegen fressen so lange, bis der Napf leer ist, Hunger hin oder her.

Folgen von Übergewicht

  • Stoffwechselstörungen und hormonelle Störungen (insbesondere Diabetes mellitus)
  • Probleme mit dem Bewegungsapparat (Arthrose, Schmerzen)
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Erkrankungen der unteren Harnwege (Blasenentzündung, Nierengriess, Steine etc.)

Wird die Katze dicker, führt dies dazu, dass sie sich weniger gerne bewegt. So wird sie immer träger und bequemer, die gesundheitlichen Probleme nehmen zu. Die Lebenserwartung sinkt durch zu viel Körperfett, der Organismus befindet sich ständig in einem geringen Entzündungsmodus. Ein Teufelskreis beginnt.

Was tun, damit die Katze abnimmt?

Am wichtigsten und auch am einfachsten ist die Prophylaxe. Sind die Pfunde erst einmal drauf, wird es immer schwieriger sie loszuwerden. Darum sollte bereits bei jungen Katzen auf ein gesundes Gewicht geachtet werden.

  • Futter immer abwägen!
  • Leckerlis oder kleine Snacks sind erlaubt, müssen aber in die Tagesration eingerechnet werden
  • Futterreste anderer Tiere wegräumen
  • Ganze Familie miteinbeziehen!
  • Regelmässige Gewichtskontrolle (1 x pro Woche)
  • Katzen das Futter erbeuten lassen

Einerseits muss die Futtermenge reduziert werden. Andererseits sollten gerade Wohnungskatzen das Futter erarbeiten. Es gibt mittlerweile eine grosse Auswahl an Fummelbretter, Futterbällen und anderen Spielideen für Katzen. Verschiedene Spielmöglichkeiten stellen wir im Blogbeitrag «Spielzeit für Stubentiger» vor. Oder suchen Sie im Internet nach «Katzenspielzeug zum Selbermachen», Sie werden eine grosse Auswahl vorfinden.

Keine Nulldiät

Mahlzeiten streichen oder gar eine Nulldiät muss bei Katzen vermieden werden. Der Stoffwechsel einer Katze, insbesondere einer übergewichtigen Katze, kann innert weniger Tage völlig aus den Fugen geraten. Steht dem Organismus zu wenig Glukose zu Verfügung, mobilisiert er Fett aus dem Gewebe. Dieses gelangt in die Leber, um weiter zu Glukose umgebaut zu werden. Fehlt der Leber aber eben diese Glukose, lagert sich das Fett in der Leber an: es entsteht eine Fettleber (hepatische Lipidose). In der Folge wird es den Katzen übel, sie beginnen zu erbrechen und verweigern schliesslich das Futter. Der Energiemangel wird grösser, der Körper versucht noch mehr Fett abzubauen und die Leber verfettet weiter. Über kurz oder lang, meistens Tage, kommt es zu einem Gallenstau und die Katze wird gelb (Ikterus). Die hepatische Lipidose ist eine sehr ernste Erkrankung. Die Therapie ist oft aufwendig, kostspielig und ohne Garantie, dass die Katze überleben wird. Darum: Katzen müssen täglich fressen und die Gewichtsabnahme muss kontrolliert erfolgen. Im Zweifelsfall immer einen Tierarzt beiziehen.

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